Tagebuch: 29.01.2026

TAGEBUCH

1/29/20263 min read

Liebe kathi,

heute sind wir beide schon um circa 07:00 Uhr aufgewacht – einer von uns (du) hat es dann sogar wie geplant nach einer morgendlichen Kuschelsession geschafft, im Bett die erste Lernsaison zu starten. Ich muss zugeben, dass es einfach zu gemütlich war, in deinem Arm zu liegen, sodass ich immer wieder eingeschlafen bin. Doch um circa 09:00 Uhr haben wir uns dann fertiggemacht, um zum Jonsvatnet zu fahren und dort gemeinsam Schlittschuhfahren zu gehen. Es war richtig cool, jetzt unterwegs zu sein, da ich dir jetzt die ersten Sachen von Trondheim und der Umgebung im Hellen zeigen konnte. Heute hast du auch den norwegischen kalten Winter kennengelernt, da es, glaube ich, circa um die –12 Grad hatte.

Am See angekommen haben wir uns fix fertig gemacht und sind dann gemeinsam los zu unserem zweiten Mal Schlittschuhfahren. Und das Setting war so cool: Im Sonnenuntergang zu zweit auf dem See war einfach magisch. Teilweise hat man gemerkt, wie im See Risse entstanden sind, vermutlich durch die Spannung, die durch den ersten Sonnenschein im Eis entstand. Wir haben von uns viele coole Bilder gemacht, aber auch einfach die Natur und dieses ungewohnte Bild von einem zugefrorenen See genossen. Dadurch, dass es so kalt war und die geliehenen Schlittschuhe nicht perfekt gepasst haben, haben wir uns nach circa 1,5/2 Stunden auf den Heimweg gemacht, wo wir dann Gnocchi mit einer Gemüsesahnesauce gegessen haben.

Nach unserem Essen gab es dann nochmal eine kleine Lernsession, währenddessen ich aber auch schon ein bisschen für unseren Ausflug gepackt habe: Am Nachmittag geht es nämlich noch nach Innerdalen – das ist ein Tal, circa 2 Stunden südwestlich von Trondheim, das als eins der schönsten Täler in Norwegen gilt.

Nachmittags sind wir dann losgefahren, und schnell bist du angekuschelt an mich eingeschlafen. Ich mag das Gefühl sehr, wenn du im Auto schläfst und dabei meinen Arm irgendwie zum Kuscheln hast. Ich habe in der Zeit, in der du geschlafen hast, meinen Podcast gehört und bin durch sehr kalte Gebiete bis zu einer Fähre gefahren. Dort warst du dann auch wieder wach und wir konnten gemeinsam deine Eltern anrufen.

Nach der Fähre war es nicht mehr lang, bis wir unsere Unterkunft erreichen sollten. Mit einem kleinen Umweg, um Feuerholz zu holen, sind wir dann um circa 20 Uhr bei der Hütte angekommen. Auf dem Weg zu der Hütte haben wir dann noch vermeintlich Rentiere gesehen, die sehr knapp vor dem Auto die Straße gequert haben – in dem Heft, das du mir gestaltet hast, ist auch ein Bild von Rentieren drin – super cool, dass wir sogar die jetzt gesehen haben.

Unsere Unterkunft war mitten im Nichts, ein kleines renoviertes Haus, das zu einem Bauernhof gehört. Es gab eine Küche, ein Bad, ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer, sodass wir wirklich alles hatten, was wir brauchten. Außerdem wurde von der Gastgeberin schon ein Feuer im Ofen angemacht, das das Haus ein wenig wärmen sollte. Dadurch, dass es aber –17 Grad draußen hatte, kamen die Heizungen im Haus leider nicht hinterher, genug Wärme zu generieren. Da wir beide hungrig waren, haben wir dann schnell angefangen zu kochen – es sollte unser gemeinsames Comfort Food (Butter Chicken) geben. Das einzige Problem, das es gab, war, dass nach circa 15 Minuten die Sicherung rausgeflogen ist, sodass unsere Gastgeberin kommen musste, um uns wieder den Strom anschalten zu können (das war ein wenig unangenehm, da es so dolle nach indisch gerochen hat). Nachdem wir aber das Problem behoben hatten, konnten wir fertig kochen und dann am warmen Ofen unser Abendessen genießen: Es gab Butter Chicken, Pappadums und selbstgemachtes Naan. Das Gefühl, gemeinsam zu kochen und das Essen zu genießen, liebe ich wirklich sehr.

Nachdem wir mit dem Essen fertig waren, haben wir noch ein Kreuzworträtsel gelöst und sind dann schon ins Bett gegangen. Das Kuscheln und alles andere an dem Abend fand ich noch sehr schön, und ich habe mich so gut gefühlt, dir so nahe zu sein.

Ich liebe dich so dolle

Dein Simi