Tagebuch: 28.01.2026

TAGEBUCH

1/28/20263 min read

Hallo Kathi,

heute ist es so weit – ich wache auf und weiß, dass ich das nächste Mal in meinem Bettchen einschlafe, während ich dich in meinem Arm halte! Aber davor habe ich tatsächlich noch ein wenig geplant.

Um circa 09:30 Uhr habe ich das Haus verlassen und mich auf den Weg zu Bua gemacht – dort traf ich Zuzia und Nishii, da wir noch ein wenig Equipment für das Schlittschuhfahren ausleihen wollten. Es hat leider relativ lange gedauert, bis wir unser Zeug hatten, sodass wir uns währenddessen dazu entschieden haben, mit Bustav zum Jonsvatnet zu fahren. Man kommt zwar auch mit Öfis dahin, braucht aber dann circa 3 mal so lange. Wir sind dann zu dem Parkplatz gefahren, den mir die Frau von der Firma empfohlen hatte. Es war irgendwie sehr aufregend, zu wissen, dass man gleich auf einem zugefrorenen See sein würde. Wir haben uns dann fertig gemacht und schon ging es los – anfangs etwas wackelig, aber ich konnte schnell meine Skills, die ich aus der Schulzeit hatte, auspacken. Es war sehr cool, dort Schlittschuhzufahren und die Zeit mit der Gruppe zu genießen. Wir waren heute Zuzia, Fabio, Nishii, Andrea und Malte. Wir haben ein wenig Hockey gespielt, ich bin etwas Drohne geflogen und wir haben auch viel herumgealbert.

Zurück am Auto ging es dann nach Trondheim – die Zeit verging so schnell und ich wusste, dass ich dich bald schon abholen würde. Ich habe nur noch kurz ein paar Sachen aufgeräumt und in der Wohnung erledigt, bevor ich dann schon um 18:00 Uhr los zum Auto bin, sodass ich auf jeden Fall rechtzeitig bei dir bin. Auf der Fahrt habe ich viel glückliche Musik gehört und mitgesungen, in voller Vorfreude, dich gleich endlich wiederzusehen. Meine Laune wurde dann ein wenig durch den Riss in der Windschutzscheibe getrübt, der mir plötzlich beim Singen aufgefallen ist. Trotzdem war ich aber immer noch voll Euphorie und wusste, dass ich dich in circa einer Stunde endlich wieder im Arm halten würde.

Am Flughafen habe ich dann am vermeintlich einzigen Ausgang auf dich gewartet, wobei du nicht von dort kamst, sondern auf einmal von der Seite auf mich zugekommen bist. Das Gefühl, als wir uns wieder umarmen konnten und ich dir einen Begrüßungskuss geben konnte, war wirklich so toll – endlich bist du da und endlich können wir uns wieder in echt sehen. Als du da warst, hat es sich auf einmal wie zu Hause angefühlt.

Nach einer tollen Umarmung und ein paar Küssen (hihi) sind wir dann zum Auto und haben uns sofort auf den Weg gemacht, um Polarlichter zu sehen (es ist so toll, in der Wir-Form zu schreiben und uns beide zu meinen). Irgendwie war es auf einmal so, als hätten wir uns immer gesehen und all die Zeit miteinander verbracht. In meinem Kopf war ich so aufgeregt, weil ich dir alles hier zeigen wollte und dir die tollste Zeit machen möchte.

Als wir nach circa einer Stunde an dem Strand ankamen (nach einer schönen Fahrt und ein wenig Autos der Carbage-Rallye zu schauen), mussten wir noch ein wenig warten, bis die Polarlichtaktivität höher sein sollte. Es war sehr süß, gemeinsam im Auto zu liegen und das erste Mal seit langem wieder zu kuscheln. Gegen 21:30 Uhr kamen dann die Polarlichter – ich habe mich so dolle gefreut, dass ich dir die Polarlichter an diesem Abend zeigen konnte. Die ganzen letzten Wochen habe ich so sehr gehofft, dass die Aktivität in der Zeit, in der du da bist, hoch ist, da ich es gemeinsam mit dir sehen wollte und es diese fast schon magischen Momente nicht nur durch Fotos mit dir teilen wollte. Und dann noch so aktive Polarlichter zu sehen, ist wirklich eine ganz, ganz tolle Erinnerung.

Nach ein wenig Zeit sind wir dann zu mir in die Wohnung gefahren, und haben uns dort fix bettfertig gemacht. Gemeinsam Zähneputzen, Bettfertig machen und sich dann einkuscheln – ich denke, ich spreche für uns beide, dass es einfach diese Dinge sind, die wir so vermisst haben.

Mit dir in meinem Arm bin ich dann schnell eingeschlafen, ich habe mich an dem Abend das erste Mal mehr "zu Hause" in meinem Zimmer gefühlt.

Ich liebe dich

Dein Simi