Tagebuch: 08.03.2026

TAGEBUCH

3/8/20263 min read

Liebe Kathi,

Heute Morgen haben wir alle ausgeschlafen. Da es aber durch die Sonne in der Hütte relativ warm und hell war, sind wir alle circa um 08:30 Uhr aufgewacht und haben dann einen ganz gemütlichen Tag miteinander gestartet. Wir saßen erst einmal draußen zusammen und haben den Morgen etwas auf uns wirken lassen, bevor wir dann entschieden haben, unser Frühstück am Lagerfeuer vorzubereiten. Das Frühstück war heute Würstchen, Pfannenbrot mit Knoblauchbutter, Brot mit Marmelade und Schokocreme und dazu etwas Tee. Es war sehr schön, das Frühstück draußen zu machen (das ist einfach gemütlicher und jetzt erst möglich, da es wärmer ist).

Als wir fertig mit dem Frühstück waren, haben wir angefangen aufzuräumen – ich habe mich mit Max und Chris um das Geschirr gekümmert, welches wir in einem kleinen Wasserfall geputzt haben. Das Aufräumen dauert irgendwie immer unverhältnismäßig lange, wobei heute jeder (bis auf mich, hihi) einen Kater hatte und dadurch noch etwas langsamer war. Als wir dann alles fertig gepackt hatten, sind wir mit der ganzen Gruppe nochmal zum See gegangen. Ich bin 3 Minuten später los, da ich noch Poporutscher und ein Seil aus der Hütte geholt hatte – damit habe ich alle überrascht. Es hat so viel Spaß gemacht, sich auf dem Poporutscher über den See zu ziehen und darüber zu „seiden“. Wir wollten gerade über dem See auf die andere Seite des Berges gehen, als ich mit einem norwegischen Eisfischer ins Gespräch kam – eigentlich wollte ich nur wissen, ob er etwas fangen konnte, doch am Ende des Gesprächs hatten wir auf einmal 4 Paar Schlittschuhe, die wir uns leihen konnten. Der Norweger hatte eine Hütte direkt am See und meinte, wir dürften die Schlittschuhe an dem Nachmittag so lange haben, wie wir wollen. Das war mega lieb von ihm und hat super viel Spaß gemacht.

Dadurch, dass wir mit den Schlittschuhen unterwegs waren, haben wir den Rest unserer Wanderung nicht mehr geschafft – das war aber okay, da das Schlittschuhfahren nochmal richtig viel Spaß gemacht hat. Wir sind also, als wir fertig waren, direkt zurück zu unserer Hütte gegangen und haben die restlichen Sachen fertig gemacht, bevor wir zurück zum Auto gelaufen sind. Um den Weg abzukürzen, sind wir über den See gelaufen, was nochmal richtig cool war: Dadurch, dass es etwas wärmer war, hat sich an ein paar Stellen im See eine ganz dünne Schicht Wasser zwischen zwei Eisschichten gebildet. Dadurch hat das Eis immer etwas nachgegeben und es sind beim Laufen Risse entstanden. Falls man „durchgebrochen“ wäre, wäre der Fuß nur 3 Zentimeter im Wasser gewesen, bevor die nächste, fast einen Meter dicke Eisschicht kam. Der Rest der Wanderung war dann noch ganz entspannt, und ich habe eigentlich die ganze Zeit mit Tobi, Max und Chris gesprochen.

Als wir zurück am Auto waren, hatten wir die Idee, dass ein paar die Mautstraße per Anhalter bis ins Tal fahren (die circa 15 Kilometer), sodass ich nicht zweimal hoch- und herunterfahren muss. Zum Glück haben wir ein Auto gefunden, in das 3 Leute rein konnten, sodass wir mit den restlichen 8 Personen in meinem Bus runtergefahren sind – eine etwas gequetschte, aber lustige kurze Fahrt. Als wir dann im Tal an der Hauptstraße waren, haben wir nochmal versucht, dass 7 Leute per Anhalter bis zum nächsten Ort mit einer Bahnanbindung nach Trondheim mitfahren – tatsächlich hatten wir nach nur 15 Minuten alle 7 in Autos, sodass ich mit den Hamburgern und dem Gepäck auch zu dem Ort gefahren bin und dort die Übergabe von dem Zeug gemacht habe. Hier haben wir uns dann auch als Gruppe getrennt – der Rest ist mit dem Zug gefahren und wir vier mit dem Auto.

Auf dem Heimweg sind alle bis auf Chris eingeschlafen, und wir haben uns ein bisschen über Urlaub unterhalten – er fliegt bald nach Madeira und ich habe ihm ein paar Urlaubstipps geben können.

Zurück in der Wohnung haben wir dann alle geduscht und unsere Taschen ausgepackt, bevor wir dann noch unser gemeinsames Abendessen gemacht haben: Wir hatten noch ganz viele Garnelen, die wir mit Zitrone und Knobi vorbereitet haben, und dazu noch Egg fried rice. Es war nochmal ein sehr leckeres und auch lustiges Abendessen, das wir miteinander verbracht haben. Nachmittags hatten wir noch die Idee, in eine Bar zu gehen, doch leider waren wir alle so müde, dass wir nur noch ins Bett gefallen sind.

Ich fand das Wochenende mit meinen Freunden so schön, und bin ein bisschen traurig, dass es jetzt schon fast vorbei ist. Morgen früh um 08:00 Uhr bringe ich sie dann noch zum Zug.

Ich liebe dich so dolle