Tagebuch: 07.02.2026

TAGEBUCH

2/7/20262 min read

Hallo Kathi,

heute Morgen sind wir sehr motiviert für eine abenteuerliche Wanderung in einer sehr kalten Hütte aufgewacht. Wir alle haben uns deshalb in unseren Schlafsäcken angezogen und uns dann nach einem kurzen Frühstück auf den Weg von Stabburet nach Hognabu gemacht. Die Wanderung ist circa 15 Kilometer lang und es gibt keinen richtigen Pfad, dem man folgen kann, da die eigentlichen Wanderwege zu verschneit sind. Wir haben demnach einen Kompasskurs genommen, und sind mit diesem und Google Maps in Richtung der anderen Hütte losgewandert.

Die Wanderung war durch eine traumhafte Landschaft – mitten in den abgerundeten Bergen, immer ganz knapp an der Baumgrenze, und ohne die Spuren von irgendwelchem Leben (außer einer kleinen Maus, die wir gesehen haben). Mit Andrea und Tomas habe ich sehr viel über alles Mögliche geredet und wir haben viele Witze mit flachem Humor gemacht. Insgesamt verging die Zeit dadurch schon sehr schnell. Es war dennoch sehr anstrengend, da wir immer wieder lange Elemente mit Tiefschnee hatten, wo man sehr viel Kraft beim Laufen verliert. Nach 3 Stunden, die recht flach waren, ging es am Ende noch über eine kleine Bergkette. Das war für mich das absolute Highlight dieser Wanderung, da man von dort einen grandiosen Blick über die Landschaft hatte, und ich mich ein wenig wie ein Polarabenteurer fühlen konnte. Bergrunter sind wir viel Strecke auf dem Po gerutscht, bis wir auf einmal Hognabu und den Rest der Gruppe von uns sehen konnten. Fabio, Nishii, Camilla und Zuzia sind nämlich heute Morgen losgefahren, um uns dort für die zweite Nacht zu treffen.

Es war sehr schön, die anderen zu sehen, und nach dem langen Tag erstmal ein wenig zu entspannen. Nachdem ich etwas herumgelegen habe und viel mit Fabio über Urlaube gesprochen habe (wir beide sind zu ihm nach Süditalien eingeladen), habe ich für die Gruppe zur Vorspeise Kräuterbutter und Tzatziki vorbereitet. Im Anschluss daran haben Camilla und Andrea dann sogar noch ein Pilzrisotto vorbereitet, was wirklich sehr, sehr lecker war und auf jeden Fall ein gutes, sättigendes Hüttenessen war.

Schon während des Essens haben wir angefangen, Wein und Bier zu trinken – davon hatten wir heute auf jeden Fall genug dabei. Erstmal saß ich noch mit Nishii und Fabio zusammen, während wir redeten, aber ab irgendeinem Punkt haben wir angefangen zu singen und zu tanzen und einfach eine lustige Zeit zu verbringen. Nishii und Fabio waren heute meine Konstante, da irgendwann alle anderen einfach eingeschlafen sind (auf jeden Fall für eine relativ lange Zeit). Das ist auch der Grund, wieso wir vielleicht etwas mehr Wein hatten, und dann irgendwann einfach auch eingeschlafen sind. Der Abend war aber insgesamt sehr schön und wir haben viel gelacht und auch gute Gespräche gehabt.

Ich liebe dich ganz ganz dolle

Dein Simi