Tagebuch: 03.03.2026
TAGEBUCH
3/3/20262 min read
Liebe Kathi,
nun ist leider schon der Tag, an dem ich zurück nach Norwegen reise – wie immer verging die Zeit viel zu schnell und ich würde einfach gerne bei dir bleiben. Wir sind heute Morgen gemeinsam relativ früh aufgestanden (nach einer morgendlichen Kuscheleinheit) und haben uns dann gemeinsam ein Frühstück vorbereitet. Das gemeinsame Sitzen in der Küche mit frischem Kaffee, Kocheiern und leckerem Karottenbrot ist so ein tolles Gefühl, das sich immer wie "zu Hause" anfühlt.
Leider verging die Zeit beim Essen viel zu schnell, sodass ich dann schon schnell losmusste, um meinen Flug zu erwischen. Du hast mich noch zur Bushaltestelle gebracht, wobei ich auf dem Weg innerlich schon wieder traurig wurde – ich weiß zwar, dass es diesmal nur 1,5 Wochen sind, bis wir uns wiedersehen, aber dennoch würde ich einfach gerne bei dir bleiben. Am Bus haben wir uns dann nach ein paar Umarmungen, vielen Küssen und vielen „Ich liebe dich" verabschiedet. Die Zeit tat mir so gut, und hat meine Batterien nochmal aufgefüllt – du bist einfach mein Mensch und jeder Moment mit dir am Wochenende ist eine neue, ganz besondere Erinnerung in meinem Kopf.
Meine Reise nach Trondheim verlief sehr gut, zwar insgesamt relativ lange, aber dennoch irgendwie entspannt. Ich hatte auf meinem ersten Flug wieder sehr viel Glück, da ich nochmal in das Cockpit durfte. Die Besatzung auf dem Flug war wirklich sehr freundlich (es war der eine Flugbegleiter, der mich letzte Woche in die Businessclass gesetzt hat). Nach dem Aussteigen habe ich, während ich meine Kopfhörer ausgepackt habe, sogar bemerkt, dass der Flugbegleiter einen Snack in meinen Rucksack gelegt hat – irgendwie eine super liebe Geste.
Auf dem zweiten Flug konnte ich nicht in das Cockpit, da das Flugzeug scheinbar technische Probleme hatte – hier hatte ich aber beim Einstieg mit der Flugbegleiterin gesprochen, was dazu geführt hat, dass sie mir Getränke und Snacks (die eigentlich Geld kosten) während des Fluges gratis gebracht hat. Sie meinte zu mir: „Wenn es nicht geht, im Cockpit zu fliegen, helfen vielleicht wenigstens ein paar Snacks". Das war wirklich sehr, sehr lieb.
In Trondheim angekommen, bin ich direkt nach Hause gefahren, und habe hier meinen Koffer ausgepackt. Es war schon nachmittags, aber ich wollte noch ein bisschen was für die Uni fertig machen, sodass ich mich schnell an den Schreibtisch begeben habe. Heute Abend war ein Kochabend mit den anderen (Andrea und Co.) geplant, wofür wir uns um 20:00 Uhr treffen wollten. So wie es letzte Woche schon mal war, hat niemand mehr etwas gesagt, bis um 20:15 Uhr die Nachricht kam, dass wir uns erst um 21:30 Uhr treffen würden und dann kochen könnten (da Andrea die Zeit aus den Augen verloren hatte (so wie letzte Woche schon)). Es hat mich etwas genervt, aber ich wollte auch nicht zu sauer werden – ich glaube, es ist eine andere Lebenseinstellung, mit der man sich hier vielleicht ein wenig arrangieren muss.
Ich bin dann um 21:30 Uhr zu Nishii gefahren, und habe dort alle getroffen. Wir haben uns schon länger nicht mit der Gruppe gesehen, sodass es wirklich schön war, alle mal wiederzusehen. Ich habe dann den letzten Bus genommen und war erst um 00:20 Uhr wieder zu Hause. Schnell bin ich ins Bett gegangen – das hat sich ohne dich auf einmal wieder so leer angefühlt. Ich freue mich so sehr, wenn wir uns bald wiedersehen und ich dich für eine ganze Woche kuscheln kann, hihi.
Ich liebe dich sooo dolle
Dein Simi